Jörg Brüggemann – Autobahn

38,00 

Hartmann Books 2020

Leineneinband mit Folienprägung, 26,8 × 32 cm, 96 Seiten ca. 45 Abb.

Die Autobahn ist ein 13.000 Kilometer langer Asphaltteppich, der sich über ganz Deutschland zieht, in die Landschaft eingreift und das Land verbindet. Jörg Brüggemann hat sie fünf Jahre lang fotografiert, von 2014 bis 2019. Während sich Mobilitätskonzepte ständig ändern und diskutiert werden, ist die Autobahn in ihrer Form gleich geblieben – aber wie lange noch? Brüggemanns Bilder könnten bald als historische Dokumente angesehen werden. Die Autobahn ist das wohl monumentalste Bauwerk Deutschlands und fester Bestandteil seiner kulturellen Identität und Geschichte. Bereits in den 1920er Jahren (vor den Nazis) entworfen und in den ersten Abschnitten gebaut, wurde sie 1974 von Kraftwerk musikalisch gewürdigt. Die Autobahn steht für den unbedingten Glauben an die Zukunft der Nachkriegszeit, deutsche Ingenieurskunst, Fahren ohne Tempolimit , sondern auch für Staus, Lkw-Aufstellungen und Unfälle mit mehreren Fahrzeugen. Brüggemann teilt seine Faszination und Zweifel durch seine Bilder. Sie stellen Fragen zur Gegenwart und Zukunft der Mobilität. Wie angemessen und nachhaltig ist diese gigantische Infrastruktur heute, wo grenzenloses Wachstum und individuelle Freiheit auf der einen Seite und Ökologie und Gemeinwohl auf der anderen Seite täglich in sichtbaren Widersprüchen aufeinandertreffen?
Jörg Brüggemann ist Fotograf, Dozent und Kurator aus Berlin. Seit 2009 ist er Mitglied der Agentur OSTKREUZ und seit 2019 dort auch als Geschäftsführer und Dozent tätig. Er arbeitet u. a. für Magazine wie ZEIT Magazin, GEO, Monocle und wurde in der Vergangenheit mit zahlreichen Preisen und Stipendien ausgezeichnet .

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