Shiori Ikeno – Sado

20,00 

Deadbeat Club 2022

Die natürliche Pracht von Sado ist unbestreitbar, von den abgelegenen, ländlichen Landschaften der Insel bis hin zu ihren Küstenlandschaften und Urwäldern. In Shiori Ikenos “Sado” besucht die Künstlerin das Haus ihrer Großeltern, wobei sich ihr Fokus von der malerischen Landschaft über die alternde Familie bis hin zu Erinnerungsstücken aus der Kindheit verschiebt. Elemente aus der Natur sind immer wieder zu sehen – ein Baum in der Spiegelung eines Krankenhausfensters, aufgereihte oder auf dem Tisch liegende Früchte. Und überall herrscht eine Stille, wie eine ruhige Ehrfurcht. Die Insel ist ruhig, aber lebendig.

Einst als Verbannungsinsel etabliert, auf die der Kaiser Dissidenten und Nonkonformisten verbannte, wurde Sado unbeabsichtigt zu einer Art kulturellem Inkubator für Künstler und Intellektuelle, die später die Grundlagen der regionalen Kunst, Religion und Tradition begründen sollten. In “Sado” verzichtet Ikeno auf die für sie typischen hellen, humorvollen Bilder und wählt stattdessen einen gedämpften Ton, der die Ruhe der Insel widerspiegelt. Sicherlich steckt mehr hinter dieser Geschichte, aber die Erklärung liegt außerhalb der Reichweite, irgendwie von der Zeit und der Natur umhüllt.

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