Peter Fraser – Mathematics

20,00 

Skinnerboox 2017

[…] In der Tat gibt es viele Details in vielen Fotos dieses Projekts.

Viel zu sehen, viel zu verlieren. Details waren natürlich schon immer Teil der fotografischen Illusion, Teil ihrer Fingerfertigkeit. Öffnen Sie den Verschluss und die Kamera empfängt das Licht, das von dem abprallt, was sich vor ihr befindet. Es könnte eine leere weiße Wand sein. Es könnten eine Million Kiesel sein. Ein Fotograf hat vielleicht jedes kleine Detail bedacht, bevor er das Bild gemacht hat, oder sich kaum angesehen.

Diese Möglichkeit lauert in jedem Kamerabild. Wir können ein Foto nicht mit derselben Gleichgültigkeit, derselben mathematischen Rationalität betrachten, mit der die Kamera es aufgenommen hat. Ein Foto zu betrachten, jedes Foto, bedeutet, zu verstehen, dass es, obwohl es gemacht wurde, um gesehen zu werden, letztendlich nicht uns gehört. Es gehört zu der Kamera, von der es stammt. Und während uns die Kamera weltliche Dinge gemäß ihrer eigenen Konstruktion zeigt, lässt sie diese Dinge genau so, wie sie sie vorgefunden hat.

Dies ist eine ungewöhnliche Fotoserie. Peter Fraser hat sie in vielen Ländern fotografiert und seine Motive könnten vielfältiger kaum sein. Nur das Thema Mathematik, wie der Fotograf es verstanden hat, hätte diese Bilder zusammenbringen können. Und was ist mit den rätselhaften Porträts, die die Serie unterstreichen? Fraser hat enthüllt, dass er sie, kurz bevor er fotografierte, fünf oder sechs dieser Menschen bat, sich vorzustellen, dass etwas, das sie die meiste Zeit ihres Lebens für wahr gehalten hatten, sich gerade als falsch erwiesen hatte. Wir wissen nicht, was diese Leute dachten, welches Axiom jeder einfallsreich und für einen Moment rückgängig gemacht hat. Auch Fraser konnte es nicht wissen. Aber in diesen kurzen selbstkritischen Gedankengängen, in denen es um die Kontemplation ging, fotografierte er sie. Diese Porträts verankern das Projekt, liefern aber auch seine nachdenklichsten Momente. Es gibt tiefe Ähnlichkeiten zwischen den hier dargestellten Geisteszuständen und dem, was Fraser von uns, seinem fehlerhaften und widersprüchlichen Publikum, einladen könnte.’ -David Campany

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