Michael Dalton – The Great Falls

15,00 

Peperoni Books – 2017

Erste Ausgabe

Paterson, New Jersey. 150.000 Einwohner. Einst eine Stadt mit einer blühenden Textilindustrie, aber das ist lange her. Die Fabriken stehen leer und sind ebenso wie das Stadion in einem Zustand des Verfalls, Abfälle liegen herum, im Park wächst das Gestrüpp. Der große Wasserfall rauscht wie immer, kann aber das Versprechen von Wohlstand und Grandezza nicht mehr erfüllen. Die Werbung mit seinem Bild verblasst. Paterson ist kein Einzelfall, und es gibt viele Fotobücher über den Niedergang der amerikanischen Industriestädte. Doch Michael Dalton, der in New Jersey aufgewachsen ist und Paterson aus eigener Erfahrung kennt, hat einen anderen Ton gefunden. Er beschönigt nichts, aber er schildert auch nicht nur die Trostlosigkeit in einer auf den Finger zeigenden Weise. Sein Blick ist klar, aber auch geprägt von Erinnerung, Melancholie, Skepsis, ja, auch Phantasie und Hoffnung. Denn es gibt noch Menschen, die hier leben, die geblieben sind und die kommen werden. Zwei Jungen auf der Straße, junge und erwachsene Paare, Menschen im Park, allein oder in kleinen Gruppen. Nicht, dass sie besonders zuversichtlich in die Kamera und in die Zukunft schauen. Aber sie sind da, haben noch etwas zu tun, wollen sich nicht zurücklehnen, unterstützen sich gegenseitig in einer schwierigen Zeit. Michael Dalton ist sehr interessiert an diesem Ort und an diesen Menschen, und das macht seine Bilder so stark. Susan Lipper hat Recht, wenn sie sagt: “Es scheint mir, dass viele der besten Fotobücher sowohl aus dem Kopf als auch aus dem Herzen kommen. Dies ist eines davon. (Hannes Wanderer)

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