Tony Ray-Jones – Amerikanische Farbe 1962-1965

€25,00

MACK 2013

Erste Ausgabe

„American Colour 1962–1965“ ist eine sorgfältig zusammengestellte Auswahl bisher unveröffentlichter Farbfotografien von Tony Ray-Jones aus der Frühphase seines Schaffens. Dieses Buch stammt aus den umfangreichen Archiven des National Media Museum in Bradford von Liz Jobey und vereint die frühen Experimente, die sein späteres Werk prägen sollten. \n \nRay-Jones kam 1961 mit einem Stipendium nach Yale, um Grafikdesign zu studieren, und kehrte vier Jahre später nach England zurück. In Amerika lernte er das Fotografieren. Bei den Straßenparaden New Yorks, auf der Fifth Avenue, am Times Square, in Chinatown und Little Italy lernte er, einzelne Momente aus einer überfüllten Kulisse herauszuarbeiten und Ordnung in das Chaos der Straße zu bringen. Von New York aus unternahm er Reisen durch das ganze Land – im Westen nach Detroit, im Süden nach Florida – und machte dabei ständig Farbfotos neben den Schwarzweißbildern, für die er später bekannt wurde.

Ray-Jones bezeichnete diese frühen Fotografien später als „isolierte Skizzen“, und sie waren eindeutig Teil seiner prägenden Erfahrung. Damals galt Farbe als vulgär und nicht als Medium ernsthafter Fotografie, aber für Ray-Jones drückte sie die Aufregung Amerikas auf eine Weise aus, die Schwarzweiß nicht vermochte.

„Ich habe Amerika als ein sehr farbbewusstes Land erlebt“, sagte er. „Farbe ist ein wesentlicher Teil ihrer Kultur und sie verwenden sie auf verrückte Weise. Wenn man zur Mittagszeit die Madison Avenue hinunterschaut, vibrieren die Farben einfach.“