Moyra Davey und Peter Hujar – Die Schäbigkeit der Schönheit

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MACK 2021 \N \n „The Shabbiness of Beauty“ ist ein visueller Dialog, der Generationengrenzen mit der entspannten Intimität eines nächtlichen Telefongesprächs überwindet. Die multidisziplinäre Künstlerin Moyra Davey hat sich in die Archive von Peter Hujar vertieft und ist vor allem mit wenig bekannten, kaum gesehenen Bildern ans Tageslicht gekommen. Als Reaktion darauf schuf Davey ihre eigenen Bilder, die eine eigenwillige Auswahl gemeinsamer Themen darstellen. Seite an Seite bewundern, necken und verstärken sich die kraftvoll komponierten Bilder gegenseitig in der Art wilder Freunde und bilden eine visuelle Erkundung von Körperlichkeit und Sexualität, die vor Witz, Zärtlichkeit und Scharfsinn sprüht. Diese Bilder sind spirituell in New York City verankert – auch wenn sie sich bis in die ländlichen Ecken von Quebec und Pennsylvania erstrecken – und verdeutlichen die Spannungen zwischen Stadt und Land, Mensch und Tier. Akte posieren mit widerspenstigen Hühnern; menschliche Körper werden in Richtung Topographie abstrahiert; Meereslandschaften und Stadtlandschaften haben die gleiche zitternde Plastizität. Diese Kontinuitäten werden durch starke Unterschiede in der Herangehensweise unterbrochen: Daveys selbstbewusster Postmodernismus gegen Hujars Humanismus und die Akzeptanz der Dunkelkammermanipulation. Der reiche Dialog zwischen diesen Fotografien ist persönlich und eckig und bietet letztendlich eine aufschlussreiche Wiedereinführung in jeden berühmten Künstler durch die Verbindung mit der Arbeit des anderen.