Janet Delaney – Südlich des Marktes

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MACK 2013 \N \n South of Market ist ein fotografisches Porträt eines Viertels in San Francisco, das sich mitten in der Stadterneuerung befindet. \N \n1978 zog Janet Delaney in den Stadtteil South of Market in San Francisco, weil die Lage zentral und die Miete günstig war. An den Wochenenden fotografierte sie mit ihrer Großformatkamera auf der nahegelegenen Baustelle des heutigen Moscone Convention Centre. Nachdem Delaney Zeuge des nächtlichen Abrisses eines angrenzenden Wohnhotels geworden war, interessierte er sich für die weitreichenden wirtschaftlichen Auswirkungen, die die Stadterneuerung auf die arme und arbeitende Bevölkerung hatte. Nachdem sie die Baustelle hinter sich gelassen hatte, schloss sich Delaney den örtlichen Protestaktionen gegen die Behandlung der Gemeinde durch die Stadt an und begann, ihre Nachbarn in ihren Häusern und an ihren Arbeitsplätzen zu fotografieren und zu interviewen. \N \n South of Market ist keine romantische Darstellung der Vergangenheit San Franciscos, sondern vielmehr ein Zeugnis einer verschwundenen Gemeinschaft aus Arbeitern, Kleinunternehmern, Familien mit Kindern, Künstlern und schwulen Männern. Die Arbeit ist heute besonders relevant, da eine neue Gentrifizierungswelle, die durch den zweiten Internetboom ausgelöst wurde, wiederum weniger wohlhabende Bewohner aus San Francisco vertreibt. „Während ich weiterhin in San Francisco und in städtischen Gebieten auf der ganzen Welt fotografiere“, sagt Delaney, „merke ich, dass es nach wie vor die zentrale Frage bleibt, wer spielt und wer bezahlt.“ \N \nDie Fotos werden von Interviews begleitet, die persönliche Antworten auf die Auswirkungen der Gentrifizierung auf zwölf von Delaneys Nachbarn geben. Ein Aufsatz von Erin O'Toole bildet den Kontext für diese Geschichte, indem er die Geschichte dieses sich ständig weiterentwickelnden Viertels von San Francisco erzählt.