Heiko Sievers – 1980. IN BERLIN. (unterzeichnet)

€30,00

Peperoni Bücher 2015

84 Seiten 24 x 21 cm 54 Schwarzweißbilder / Tritone

Hardcover, Leineneinband

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Vergriffen

West-Berlin gibt es nicht mehr. Seit 25 Jahren. Zumindest nicht mit der Mauer drumherum. Die verruchte Stadt, drittes Deutschlandkonzept, Magnet für Kreative, Utopisten, Visionäre, Künstler. Das bleibt in Erinnerung. Für die, die dabei waren und die, die die 70er und 80er verpasst haben. Aber das ist nur ein Ausschnitt, die Szene.

Heiko Sievers war hier, wurde in Berlin geboren und wuchs hier auf. War damals jung. Und hat seine Stadt und sich selbst in ihr auch ganz anders erlebt. Eher trist, trist, begrenzt. Seine Bilder hat er dort gesucht und gefunden, wo sich der Alltag abspielt – auf der Straße, im Bus, in der U-Bahn. Gesten und Gesichter der Portraitierten spiegeln eine dunkelgraue Vorstellung, dass es so nicht bleiben kann, wie es ist. Hausfrau, Rentnerin oder Schickeria – es macht keinen Unterschied.

Gewiss wurde Heiko Sievers von Michael Schmidt beeinflusst, an dessen Workshop für Fotografie er teilnahm. Heute sagt er: ›Ich fand mich sowohl in Schmidts Bildern als auch in denen seiner damaligen Schüler wieder: Berlin nur in Grautönen, keine Farbe und auch kaum Zukunft.‹ Er sagt aber auch: ›Das ist lange her. Seit 1989 haben sich meine Gefühle in und zu Berlin verändert.‹

Berlin selbst hat sich verändert. Und gerade deshalb ist dieser Blick zurück so spannend. - Hannes Wanderer